Eistanzen

Seit 1976 ist Eistanzen eine Olympische Disziplin. Die Anfänge dieser Disziplin gehen aber deutlich weiter zurück, ihre Ursprünge sind in Österreich zu finden: Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das so genannten „Tanzen auf dem Eis“ nach der Gründung des Wiener Eislaufvereins (WEV). Die Übertragung populärer Tänze wie den Wiener Walzer auf das Eis, die davor nur am Parkett gezeigt wurden, standen dabei im Zentrum. Daraus entwickelte sich die Tradition des Rundtanzens, das noch immer am WEV praktiziert wird.

Besonders komplexe Disziplin

Heute gilt das Eistanzen als die detailreichste und als besonders komplexe Disziplin. Eine gute Abstimmung der Partner und enge Haltungen sind wichtige Faktoren. Das Laufen zum Rhythmus der gewählten Musik hat einen besonders hohen Stellenwert. Nur in seltenen Fällen sind im Reglement Trennungen zwischen den Partnern vorgesehen. Auch Sprünge sind bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Kantenreinheit, komplexe Schritte, Originalität und die emotionale Involvierung der Paare sind besonders gefragt.

Die Olympia-Sieger 2014, Meryl Davis und Charlie White, erklären in diesem Video, worauf es beim Eistanzen ankommt.

Das Wettkampf-Programm

Derzeit bestehen Eistanz-Wettkämpfe für Junioren- und Seniorenpaare aus einem Kurztanz (Short Dance, SD), bei dem die Rhythmus-Vorgabe einmal jährlich wechselt, und einem Kürtanz (Free Dance) mit freier Musikwahl. Paare unterer Altersklassen zeigen statt einem SD so genannte Spurenbildtänze (Pattern Dances).

Die wichtigsten Elemente im Eistanzen sind:

  • Hebungen (Dance Lifts)
  • Pirouetten (Dance Spins)
  • Twizzles (schnelle, fortlaufende Drehungen der Partner nebeneinander auf einem Fuß)
  • Schrittfolgen (Längs-, Diagonal- Kreis-, und Serpentinenschrittfolge mit oder ohne Haltung) und
  • Spurenbild-Elemente (Pattern Dance Elements)

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Bild: Österreichs Eistanz-Paar Barbora Silna und Juri Kurakin, © Gepa Pictures