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Österr. Meisterschaften 2023: Vorschau

Die Österreichische Meisterschaften von 15. bis 18. Dezember finden in St. Pölten statt. Aushängeschild Olga Mikutina musste aber kurzfristig absagen, deswegen hat Vorjahres-Meisterin Steffi Pesendorfer derzeit die besten Karten. Maurizio Zandron peilt im Herren-Einzel seinen vierten Titel an.

Die Österreichischen Meisterschaften (ÖM) sind der nationale Höhepunkt der Eiskunstlauf-Saison. Heuer gehen die Titelkämpfe von 15. bis 18. Dezember 2022 im Eissportzentrum Niederösterreich in St. Pölten über die Bühne. Erstmals seit drei Jahren sind wieder Zuschauer:innen erlaubt.

Große Abwesende in St. Pölten ist die zweifache Staatsmeisterin Olga Mikutina. Die WM-Achte von 2021 musste kurzfristig zurückziehen, da sie nach einer Windpocken-Erkrankung noch geschwächt ist. So hat Stefanie Pesendorfer gute Chancen, ihren Titel bei den Damen zu verteidigen. Die 18-jährige Oberösterreicherin ist mit ihrer bisherigen Saison zufrieden. Im September verbesserte sie in Oberstdorf ihren persönlichen Punkterekord auf 154,31 Zähler. Pesendorfer: „Ich will zwei saubere Programme laufen. Was dann rauskommt, kommt raus.“

Starke Saison von Zandron

Bei den Männern geht Maurizio Zandron als Favorit an den Start. Der 30-jährige gebürtige Italiener hat bereits zwei Saisonsiege bei internationalen Wettkämpfen zu Buche stehen. Im November gab er mit Platz elf bei der NHK Trophy in Japan sein Debüt in der renommierten Grand-Prix-Serie. „Ich will bei der Meisterschaft meine beste Leistung zeigen, ein gutes Kurzprogramm und eine gute Kür laufen und meinen Auftritt genießen“, sagt Zandron, der seinen vierten Titel anpeilt. Sein erster Herausforderer ist Titelverteidiger Luc Maierhofer. Der 20-jährige Wiener, der in Italien lebt und trainiert, fährt seit dieser Saison aber zweigleisig.

Zwei neue Paarlauf-Teams am Start

Mit der jungen Italienerin Giorgia Ghedini tritt Maierhofer in St. Pölten auch im Paarlauf – in den Junioren-Klasse – an. Und noch ein zweites neues Paarlauf-Paar hat sich in Saison eins nach dem Karriereende von Miriam Ziegler und Severin Kiefer formiert: die 22-jährige Sophia Schaller, dreifache Vize-Staatsmeisterin im Einzel, hat sich mit ihrem Salzburger Landsmann Livio Mayr zusammengetan. Der knapp 25-jährige Mayr bildete zuletzt mit der Kanadierin Chloe Choinard ein Paar auf dem Eis. Schaller und Mayr haben bereits vier internationale Wettkämpfe gemeinsam absolviert. In St. Pölten sind sie das einzige Paarlauf-Paar in der Eliteklasse.

Nachwuchs, Eistanz, Special Olympics

In St. Pölten lohnt es sich aber auch, einen Blick auf den Nachwuchs zu werfen. Bei den Juniorinnen will die erst 13-jährige Hannah Frank die um fünf Jahre ältere Titelverteidigerin Dorotea Leitgeb entthronen. Die Oberösterreicherin Frank gilt als eines der größten Talente im heimischen Eiskunstlauf. „Ich hoffe auf eine gute Leistung und dass ich den Titel holen kann“, sagt Frank, die heuer ebenso wie das junge Eistanz-Paar Anita und Andreas Straub bereits bei zwei Junioren-Grand-Prix-Events am Start war. Straub/Straub haben in den vergangenen Monaten große Fortschritte gemacht. Die 15- und der 18-Jährige aus Wien gehen in St. Pölten als einziges Junioren-Tanzpaar an den Start. Im Eistanzen treten weiters Corinna und Patrik Huber aus Tirol als einziges Paar in der Eliteklasse an. Außerdem werden diese ÖM als inklusives Event ausgetragen: Am Donnerstag, 15. Dezember, finden die Specials Olympics Wettkämpfe statt.

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